Jugend Debattiert - Der Verbundswettbewerb 2026
Verfasst von Mira am Montag, 23. Februar 2026
Nach dem erfolgreichen Schulwettbewerb am Gymnasium Altona traten am 11. Februar 2026 die vier Finalistinnen und Finalisten den Weg zum Verbundswettbewerb an. Gemeinsam mit Nachrücker:innen, Zeitnehmer:innen, Helfer:innen und einer Reporterin machte sich die Gruppe in Begleitung von Herrn Handschuh auf den Weg zum Gymnasium Bodenwald in Niendorf, wo der Wettbewerb ausgerichtet wurde.
Nach der Begrüßung und Eröffnungsrede der Schulleiterin Frau Güldenpfennig startete der Wettbewerb mit den ersten Qualifikationsdebatten.
In der Altersgruppe I wurde über die Frage diskutiert:
„Soll auf allen öffentlichen Plätzen in Hamburg kostenloses WLAN angeboten werden?“
Parallel dazu setzte sich die Altersgruppe II mit der Frage
„Sollen Lokalzeitungen staatliche Förderungen erhalten?“ auseinander.
Nach einer spannenden Debatte erhielten alle Teilnehmenden ein individuelles Feedback der Jury, die aus geschulten Schüler:innen und Lehrkräften der beteiligten Schulen bestand.
In der zweiten Runde ging es mit folgenden Fragen weiter:
AG I: „Soll für Privatgärten eine insektenfreundliche Gestaltung vorgeschrieben werden?“
AG II: „Sollen ‚Kaufe jetzt, zahle später‘-Bezahlmodelle bei Online-Käufen verboten werden?“
Auch nach diesen Debatten gab es erneut konstruktives Feedback. Nach einer kurzen Pause verkündete der Moderator Carlo Kröger (Gymnasium Allee) die jeweils vier punkstärksten Teilnehmenden, die in die Finaldebatten einzogen.
AG I: Adrian Bruhn, Romy Gößwein, Charlotte Flagge, Hedda Gelinsky
AG II: Bo Butze, Pauline Richter, Anna-Ida Behrens, Hanna Semrau
Die Finalfrage der AG I lautete:
„Sollen für schriftliche Prüfungen in der Oberstufe Anwendungen mit künstlicher Intelligenz als Hilfsmittel zugelassen werden?“
Die Pro-Seite stieg mit einem konkreten Vorschlag ein: ein schuleigener KI-Assistent, der ausschließlich strukturierende Hilfen bieten soll. Sie betonte, dass ein solches Werkzeug insbesondere benachteiligten Schüler:innen zugutekommen könne und damit zu mehr Chancengleichheit beitrage. Zur Untermauerung ihrer Argumente verwiesen sie auf mehrere Studien.
Die Contra-Seite warnte hingegen vor der negativer Beeinflussung der Kornkempetenzen durch diese Maßnahme. Zudem verwiesen sie auf die Gefahr fehlerhafter KI-Ausgaben sowie auf den organisatorischen und finanziellen Aufwand.
Die Debattant:innen überzeugten mit starkem Ausdrucksvermögen und zukunftsorientierten Denkweisen.
Die Finalfrage der AG II lautete:
„Soll eine Kontaktgebühr für Arztbesuche erhoben werden?“
Die Pro-Seite schlug eine fünfjährige Testphase vor, um die Wirksamkeit einer solchen Gebühr zu prüfen. Sie argumentierte, dass dadurch unnötige Arztbesuche reduziert und das Gesundheitssystem entlastet werden könnte.
Die Contra-Seite stellte die Effektivität der Maßnahme grundsätzlich infrage und betonte, dass diese sozial schwächere Patient:innen belasten würde. Ihrer Meinung nach sei das aktuelle Gesundheitssystem nicht darauf ausgelegt, eine solche Gebühr sinnvoll umzusetzen. Die Debatte entwickelte sich zu einem vielfältigen Austausch über Gerechtigkeit, Gesundheitsversorgung und politischer Verantwortung.
Nach den beiden anspruchsvollen Finaldebatte verkündigte Carlo Krüger, welche Debatant:innen sich für den Landeswettbewerb im Hamburger Rathaus qualifiziert haben.
Mit beeindruckender Leistung setzten sich in Altersgruppe I Charlotte Flagge (Gymnasium Hoheluft) und Adrian Bruhn (Gymnasium Bondenwald) durch.
In Altersgruppe II erhielten Pauline Richter (Gymnasium Bondenwald) und
Anna-Ida Behrens (Hoheluft) die höchste Wertung der Jury.
Alle Debattantinnen und Debattanten zeigten ein außergewöhnlich hohes Niveau, starke Sachkenntnisse und beeindruckendes Hintergrundwissen. Die Atmosphäre war konzentriert und zugleich voller Energie.
Auch wenn dieses Jahr keine Schüler:innen vom Gymnasium Altona am Landeswettbewerb antreten werden, haben sie eine starke Leistung gezeigt. Helene Sandt und Marlene Brandt belegten in der AG I den fünften und sechsten Platz. Somit haben sie den Einzug ins Finale nur sehr knapp verpasst.
Lukas Argus in der AG II fehlte nur ein Punkt zum Einzug ins Finale. Bo Butze erreichte in der Finaldebatte der AG II einen guten vierten Platz.
Ein herzlicher Dank gilt allen Helfer:innen, Juror:innen, Zeitnehmer:innen und dem Gymnasium Bondenwald für die hervorragende Organisation.
Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmenden!
